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Zehnter Text für das Abitur

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« Ich lebe zwei Identitäten »


Betty Bircher ist heute 20 Jahre alt. Vor fünf Jahren kam sie allein aus Äthiopien in die Schweiz.

Mit 15 kam ich in die Schweiz. Mein Vater ist Politiker gewesen. Seinetwegen (1) bekam ich Schwierigkeiten und musste Äthiopien verlassen. Ich war allein, kannte niemanden in der Schweiz und wusste gar nichts von diesem Land.
Alles war für mich schockierend: Wie sich die Leute auf der Straße küssten zum Beispiel oder wie manche Leute angezogen waren – es war gerade Sommer – so etwas hatte ich noch nie gesehen.
Auch im Durchgangszentrum (2) in Embrach, wohin ich nach meiner Ankunft kam, war es schwierig für mich. Es war ein Durchgangszentrum für Erwachsene. Zwar gab es auch Kinder und Jugendliche dort, aber die hatten ihre Familie. Nur ich war allein.
Wir mussten unseren Alltag organisieren. Wir bekamen Geld und mussten davon alles kaufen. Ich hatte mit meinen 15 Jahren keine Ahnung, wie das geht und habe alles für Süßigkeiten ausgegeben.
Auch die Schule war eine für erwachsene Asylanten. Ich war meistens mit einem 18-jährigen Äthiopier zusammen, weil ich mit ihm meine Sprache sprechen konnte. Am Anfang haben wir nie Deutsch gesprochen, es war eine ganz neue Sprache für mich und sehr schwierig.
Geändert hat sich das erst nach zwei Jahren, als ich anfing, bei einer Schweizer Familie in Zürich zu leben. Ich habe eine Schule besucht, wo wir viel Kommunikation machten. Vorher bin ich nie mit Schweizern in die Schule gegangen. Inzwischen (3) kann ich beide Identitäten leben. Ich möchte meine Kultur nicht vergessen, aber ich nehme auch die guten Seiten der Schweizer Kultur wahr (4).

Nach einem Artikel aus der Zeitschrift Netz 01/2003

1.    seinetwegen : à cause de lui
2.    das Durchgangszentrum : le centre de transit
3.    inzwischen : depuis
4.    wahrnehmen : percevoir

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Neunter Text für das Abitur

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Kindersoldaten
In vielen Ländern müssen Kinder als bewaffnete Soldaten in den Kriegen der Erwachsenen kämpfen. Das ist zwar verboten, kommt aber trotzdem immer wieder vor. Was getan wird, damit das Verbot eingehalten wird, erklärt dir ‘neuneinhalb’.

Der Film

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Achter Text für das Abitur

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Die Welt nach Hause einladen


Als Patrick Smith, ein Junge aus Australien, sein Austauschjahr in Deutschland antrat, tat er dies mit gemischten Gefühlen.  « Ich habe gedacht, die Deutschen sind streng, eher kühl und haben eine raue Sprache. » Seine Erfahrungen in einer Gastfamilie in Wasbek ließen seine Bedenken (1) jedoch bald verschwinden: « Die Menschen hier haben mir schnell gezeigt, dass ich völlig falsch lag. Sie sind sehr herzlich, direkt und kein bisschen streng! »Die Bonner Austauschorganisation STEP IN sucht Gastfamilien, die bereit sind, eine Schülerin oder einen Schüler für fünf oder zehn Monate in ihrem Hause aufzunehmen und gemeinsam das Abenteuer des deutschen Alltags zu erleben. Die Jugendlichen sind sehr motiviert. Viele Gastfamilien erleben ihre Heimat neu, denn das Interesse und die kulturellen Unterschiede werfen auf viele selbstverständliche (2) Dinge ein anderes Licht.

Der Schüleraustausch ist ein gegenseitiger (3) Austausch, der für alle Beteiligten viel Neues und Unerwartetes mit sich bringt. Familie Wißmach aus Weeze an Niederrhein berichtet über das Zusammenleben mit dem neuen Familienmitglied: « Wir haben jetzt einen vierten Sohn! Es war sehr schön, einen aufgeschlossenen Jungen aus Australien in der Familie zu haben und festzustellen, dass die Probleme und Interessen der Jugend von der anderen Seite der Welt gleich sind. Wir werden ihn sehr vermissen und selbstverständlich den Kontakt aufrecht erhalten. »

Klaudia Rewald-Flak aus Hamburg war ein Jahr lang die Gastmutter von Kate aus den USA. « In diesem Herbst feierten wir Thanksgiving, und natürlich auch Halloween. Advent und Weihnachten haben wir so traditionell wie möglich gefeiert und viel über kulturelle Unterschiede hier und in den USA diskutiert. Überhaupt haben wir oft stundenlang Gespräche geführt und auch Probleme besprochen. Obwohl es manchmal anstrengend (4) war, hat es uns auch viel geholfen, uns besser zu verstehen und zu akzeptieren. »

Familie Benninghoff aus Hünxe hat auch Erfahrung als Gastfamilie: « Wir sind eine Familie mit drei Kindern. Anfang 2006 haben wir uns auch entschlossen, eine Austauschschülerin in unserem Haus aufzunehmen. Unsere 17jahrige Tochter hat sich riesig darauf gefreut und es war schon ganz schön aufregend, als wir die Profile bekommen haben, um ein Mädchen für uns « auszuwählen ». Nach Abstimmung im Familienrat (5) entschlossen wir uns für ein Mädchen aus Brasilien. Wir nahmen Kontakt zu ihr auf und es entwickelte sich zunächst ein netter E-Mail-Kontakt. Dann endlich war es soweit. Nach langem Warten konnten wir « unsere neue Tochter und Schwester » in die Arme nehmen. Das war ein sehr beeindruckendes Erlebnis.

Doch es kam alles anders. Schon nach kurzer Zeit stellten wir fest, dass es schwierig war, Kontakt zu unserer Austauschschülerin zu bekommen. Zunächst dachten wir, es liegt an uns oder der Eingewöhnungsphase (6), doch dann merkten wir, dass unsere « Chemie » einfach nicht  zusammen passte. Wie das im Leben eben manchmal so ist. Nach einigem Hin und Her kam es, wie es kommen musste und das Mädchen ging in eine andere Familie. Es folgten endlose Gespräche und alle überlegten lange, ob wir es wagen (7) sollten, noch einmal einen neuen Versuch zu starten. Nach einer Woche Diskussion waren wir soweit und für uns stand fest: Wir probieren es noch einmal. »

nach Online-Artikeln aus na.presseportal, www.yfu.de und

www.afs.de;  2008

1 die Bedenken = les réticences
2 selbstverständlich = évidente
3 gegenseitig = dans les deux sens
4 anstrengend = éprouvant
5 der Familienrat = le conseil de famille
6 die Eingewöhnungsphase le temps d’adaptation
7 wagen = oser

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Pieper und Paulus

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Pieper ist ein Vogel und Paulus ist ein Kommissar. Der Vogel unterhält sich mit dem Kommissar. Der Vogel lacht sich kaputt, weil die Mutter des Kommissars nur Mozartprodukte kauft. Zum Beispiel kauft sie eine Mozartpuppe, eine Mozartsalamiwurst, eine Mozartbaseballkappe. Der Vogel fühlt sich überrascht, aber auch fröhlich. Er mokiert den Mann. Der Kommissar fühlt sich ängstlich und nervös: er geniert sich. Dieser Text ist lustig und nicht langweilig: er ist eine Kritik gegen das Geld und den Tourismus . (Mozart ist in Salzburg, in Österreich geboren)

Ich glaube, dass ihr alle Wörter kennt !

 

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Eine Reise planen

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Premières ! Wir haben einen Preis bekommen !

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Unser Film

BRAVO! Euer Film hat gewonnen!!!

Liebe Teilnehmer und Teilnehmerinnen,
Lieber Christian Broise,
am 31. März 2009 hat die Jury des diesjährigen Digitalfilmwettbewerbs getagt und nach intensiver Sichtung aus insgesamt 109 Beiträgen dreizehn Sieger ermittelt.
Über die rege Teilnahme freuten wir uns sehr.

Euer Film „Wortspiele“ hat den DRITTEN Preis der Kategorie „Lycée“ gewonnen.

Wir freuen uns, euch zusammen mit eurem oder euren Lehrern zur feierlichen Preisverleihung und anschließendem Umtrunk am Freitag, den 29. Mai 2009,
in Paris ins Maison de l’Europe einzuladen.

Die Preisverleihung beginnt um 14.30 Uhr und endet ca. 17.30Uhr.
Alle prämierten Filme werden im Beisein von Persönlichkeiten der deutsch- französischen Zusammenarbeit vorgestellt. Die Klasse oder Vertreter/innen der Klasse nehmen zusammen mit ihrem Lehrer bzw. Lehrerin den offiziellen Preis auf der Bühne entgegen.

Bitte organisieren Sie die An- und Abfahrt Ihrer Klasse selbst; am besten in Rücksprache mit dem Rektorat. Die Reisekosten werden von der Akademie übernommen.

Nochmals herzlichen Glückwunsch!

Mit besten Grüßen
Ihr Digitalfilmteam

Lycée

D 1 er prix :

Le rap de l’Europe

Inda Gymnasium

Aachen

F 2ème prix :

Europa news

Lycée Ombrosa

Lyon

D 3ème prix : 

Rap de l’Europe

Gesamtschule Köln Holweide

Köln

Justification

film bien rythmé

paroles qui traitent bien les différents aspects de la thématique

bonne versification

harmonie entre images et contenus

idée originale

joue sur l’humour et le second degré

clin d’œil aux clichés

changement de cadres intéressants

 

Peu de mots mais efficaces

dynamique et plein d’humour

une idée simple qui colle au sujet

 

Prix de la créativité

 

qualité esthétique évidente et qui marque

D Lycée : Europa, wir sind ein Team

Deutsch-franz- Gymnasium

Saarbrücken

F Collège Du wie ich

Woippy (57)

 F lycée  Grenoble Wortspiele

Prix de la coopération franco-allemande

F Unis dans la diversité

Lycée agricole Pixericourt (54)

 

 

 

 

sujet traité sous différents

aspects : économique, soutien en cas de catastrophe

idée originale du martien intégration d’effets spéciaux

travail en commun ?

 

 

Bravo! Votre film a gagné!!!

Chers participants, chères participantes,
Cher M. Christian Broise,
Le 31 mars dernier le jury du concours de films numériques s’est réuni et a visionné 109 films pour en retenir 13.
Nous vous remercions pour votre participation.

Votre film «Chat, Chat, Chat» a obtenu troisième prix de la catégorie enseignement lycée.
Nous avons le plaisir de vous inviter avec votre/vos professeurs à la remise de prix officielle suivie du verre de l’amitié le vendredi 29 mai, à la Maison de l’Europe*, à Paris.
La cérémonie aura lieu de 14h 30 à 17h 30.
Tous les films primés seront présentés au public et personnalités franco-allemandes invités. La classe ou ses représentants ainsi que leur(s) professeur(s) recevront leur prix sur la scène.
Pour organiser votre déplacement, prenez contact avec votre rectorat. Vos frais de voyage seront pris en charge par l’académie dont vous dépendez.
Encore une fois, félicitations !

Avec les sincères salutations de l’équipe du film numérique

 

*Maison de l’Europe- 35-37 rue des Francs Bourgeois – 75004- PARIS

Bitte sagen Sie uns bis spätestens 08.05.2009, ob Sie kommen werden.

_________________ ___________________ ______________
Nom, prénom nom de l‘établissement ville

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Protégé : Sandra

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Terminales: Einen Vortrag vor der Klasse vorbereiten

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Premières: Die Berliner Mauer

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Verben / Valenz Terminales

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B1    Valenz der Verben
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Das passt mir gar nicht.

B1    Valenz der Verben
Beispiele
Wie sieht das aus?

B1    Valenz der Verben
Beispiele
Er freut sich auf die Ferien.

B1    Valenz der Verben
Beispiele
Er hat sich über die Blumen gefreut.

B1    Valenz der Verben
Beispiele
Ich erinnere mich nicht mehr an ihn.

B1    Valenz der Verben
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Hier riecht es nach gutem Essen.

B1    Valenz der Verben
Beispiele
Sie hat vor zehn Jahren mit dem Malen begonnen.

A2    Valenz der Verben
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Wir haben über Politik gesprochen.

B1    Valenz der Verben
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Gehört das Ihnen?

B2    Valenz der Verben
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Das gehört auch noch zu Deutschland.

B1    Valenz der Verben
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Ich kenne sie. Du kannst ihr vertrauen.

B1    Valenz der Verben
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(Was er sagt, stimmt nicht.) Er lügt.

A2    Valenz der Verben
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Das ist am Sonntag passiert.

A2    Valenz der Verben
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Darf ich Sie zu einem Bier einladen?

A2    Valenz der Verben
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(Wo ist denn das Telefonbuch?) – Es liegt auf dem Tisch.

A2    Valenz der Verben
Beispiele
Ich habe Ihr Buch auf den Tisch gelegt.

B1    Valenz der Verben
Beispiele
Er hat gestern mit der Arbeit angefangen.

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