Terminales: Verstehen

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Premières (Mai 2012). Vokabel verstehen

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Vokabel für Die Vorüberlaufenden

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durch : (par là … ?)

eine Gasse : Une ruelle

spazieren : marcher

weitem : loin

Von weitem : de loin

sichtbar : visible

anpacken : s’attaquer à, aborder

schwach : faible

zerlumpt : en lambeaux (?)

schreit : crie

sondern : mais

Vollmond : pleine lune

aufsteigt : s’élève (?)

überdies : Par ailleurs

die Hetze : L’incitation, la provocation

Unterhaltung : Loisir, divertissement

veranstaltet : organisé

verfolgen : suivre

unschuldig  : innocent

morden : assassiner

Mitschuldige des Mordes : Complice de l’assassinat

auf eigene Verantwortung : à vos risques

 Nachtwandler : somnambule

Waffen : armes

froh : content, heureux

 

 

Loriot – der kaputte Fernsehen Lorraine Loynet

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ein Mischung von Kafka

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Vokabel für XBox

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Erzählen von : parler de
Die Werbung (-en) : La publicité (s)
Verboten : interdire
Die Gewalt: la violence
Gewalttätig : violent
Das Videospiel: le jeu vidéo
Der Unterschied : la différence
Die Wirklichkeit : la réalité
Der Krieg (-e) : la guerre (s)
das Spiel (-en) : le jeu (x)
Das Leben : la vie
Sterben : mourir
Idiotisch : idiot
Das Thema des Filmes : le thème du film
Das Ziel des Filmes : le but du film
sich unterschieden : se différencier
Unmoralish / unanständig : immoral / indécent
[Die Kinder sind] respektlos :  [les enfants sont] irrespectueux

TExt 12: Einige Beispiele aus dem Buch der Klasse: Parabeln wie Kafka…

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Erstes Beispiel

Unser Text
Es war die erste Stunde des Tages im Gymnasium. Wir saßen in diesem langweiligen Französischen Unterricht. « Woanders » stand an der Tafel geschrieben. . Ich wollte nach draußen gehen.
Ich wollte andere Länder kennen. Was gibt es draußen ? Wie ist es « Woanders » ?
Ich schlief ein.
Orhan, Maëlle und Jonathan waren da in meinem Traum… Wir wollten nach draußen gehen… aber es war unmöglich.
Erstaunlicherweise schaffte es Jonathan nach draußen zu gehen. Wir sahen ihn laufen… Und verschwinden.
Wir wachten auf. Niemand war in der Klasse.
« Woanders » steht an der Tafel geschrieben.
Unser Drehbuch:
Szene 1 :
In der Klasse : Maëlle, Jonathan, Orhan, Thomas und die anderen.
Von « Es war die erste Stunde des Tages… » bis « Ich schlief ein »
Szene 2 :
Wir sind in einem Traum
Wir wollen nach draußen gehen.
Szene 3 :
Jonathan ist draußen
Maëlle, Orhan und Thomas sind in dem Gymnasium.
Nachher wachten wir in der Klasse auf
Szene 4 :
Wir sind in der Klasse, allein
« woanders » stand an der Tafel geschrieben

Maëlle, Jonathan, Orhan, Thomas.

Zweites Beispiel

Verhungert

Ich will essen, ich brauche Essen. Am Anfang aß ich, weil ich Hunger hatte, oder weil ich das mochte. Und dann konnte ich es nicht mehr kontrollieren. Ich hatte kein Vergnügen mehr. Ich fütterte mich, wie ein Tier oder wie eine Maschine.
So war ich krank, zu viel zu essen aber ich kann nicht aufhören Essen kontrolliert mich.
Der Ärzte konnten nichts für mich. „Es ist fertig, es ist zu spät“ sagten sie.

Marion

Drittes Beispiel

Meine Schuld

Es war Gras überall. Ich und die anderen Schafe fraßen immer wieder. Aber da wir fraßen, gab es immer weniger Gras und wir waren hungrig. Eines Tages fanden wir ein neues Feld also wir gingen dahin.
Als es kein Gras in diesen Feld mehr gab, gingen wir in ein anderes Feld. Aber wägrend wir dorthin liefen, wurde der Himmel grau und es tauchten Löchern auf.
Eines Tages gab er kein Gras mehr und wir konnten nicht weiter gehen, weil es nur noch ein großes Loch gab. Ein Schaf sagte: „Ich folgte dir, es ist deine Schuld!“. Ein anderes Schaf sagte: „Nein, ich folgte dir! Es ist deine Schuld!“. Alle Schafe sagten:“ Deine Schuld! Deine Schuld!“. Also ich sagte:“ Es ist meine Schuld, ich kam hierher“, und ich sprang in das Loch. Dann folgten mir alle Schafe.
Loïc 

Text 10: die Vorüberlaufenden

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Die Vorüberlaufenden

Wenn man in der Nacht durch eine Gasse spazierengeht, und ein Mann, von weitem schon sichtbar — denn die Gasse vor uns steigt an und es ist Vollmond -, uns entgegenläuft, so werden wir ihn nicht aufpacken, selbst wenn er schwach und zerlumpt ist, selbst wenn jemand hinter ihm läuft und schreit, sondern wir werden ihn weiterlaufen lassen.
Denn es ist Nacht, und wir können nicht dafür, daß die Gasse im Vollmond vor uns aufsteigt, und überdies, vielleicht haben diese zwei die Hetze zu ihrer Unterhaltung veranstaltet, vielleicht verfolgen beide einen dritten, vielleicht wird der erste unschuldig verfolgt, vielleicht will der zweite morden, und wir würden Mitschuldige des Mordes, vielleicht wissen die zwei nichts voneinander, und es läuft nur jeder auf eigene Verantwortung in sein Bett, vielleicht sind es Nachtwandler, vielleicht hat der erste Waffen.
Und endlich, dürfen wir nicht müde sein, haben wir nicht so viel Wein getrunken? Wir sind froh, daß wir auch den zweiten nicht mehr sehn.

Text 11: über den Schriftsteller Franz Kafka

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Über den Schriftsteller Franz Kafka hat die internationale Literaturwissenschaft schon viel geschrieben – in Tschechien hingegen, Kafkas Heimat, tut man sich bis heute schwer mit diesem Autor. Im vergangenen Jahr ist in Prag eine neue Kafka-Biographie erschienen, genaugenommen die erste Kafka-Biographie eines tschechischen Autors: Franz Kafka – Dokumente zu Leben und Werk. Ihr Autor heißt Josef Čermák, einer der renommiertesten Kafka-Kenner des Landes und Mitgestalter der Kafka-Dauerausstellung auf der Prager Kampa-Insel. Silja Schultheis hat mit Josef Čermák über sein neues Buch und über die bisherige Kafka-Rezeption in Tschechien gesprochen.

Herr Čermák, wir sitzen hier in Ihrem Wohnzimmer – mit einem Stapel Büchern über Franz Kafka vor uns, sie beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit diesem Autor. Was ist eigentlich Ihr persönlicher Bezug zu diesem Autor, wie sind Sie auf ihn gestoßen?
„Ja, das ist schon sehr lange her. In den 1950er Jahren hatte ich das Glück, als junger Redakteur des Odeon-Verlags mit dem berühmten Übersetzer aus dem Deutschen, Erik Adolf Saudek, zusammenarbeiten zu dürfen. Und dieser Mann war mit der Nichte Franz Kafkas verheiratet. So dass ich in dieser Familie, wo ich viele Wochen verbracht habe, vieles über Kafka erfahren konnte, die Manuskripte ansehen und so weiter. Und das war eigentlich der Beginn meines professionellen Interesses.“

Sie haben sich dann während des Kommunismus auch verboten mit Franz Kafka beschäftigt…
„Naja, das war etwas komplizierter. Die 1960er Jahre waren die Gnadenjahre für uns, da konnte man um die Konferenz von Liblice und später viel mit Kafka arbeiten. Aber dann war Schluss, denn Kafka wurde paradoxerweise zum Staatsfeind erklärt. Und in diesen 1970er und 1980er Jahren war Publikationsverbot, 15 Jahre lang wurde keine Zeile über Kafka hier publiziert. Aber wir haben halbgeheim mit Kollegen aus Westeuropa zusammengearbeitet, Hartmut Bender und anderen. Wir haben nicht gehofft, dass wir uns noch einmal frei mit Kafkas Werk befassen dürfen. Und nach 1989 wurde alles anders, Kafka ist sogar zu einem propagierten Autor hier geworden. Aber das hat auch viele Nachteile. Kafka wird hier bis jetzt mehr kommerzialisiert als fachlich beurteilt. Prag sollte wirklich stolz sein, dass solch ein Autor hier geboren wurde. Kafka ist bei uns viel mehr ein Plakatautor – die Souvenierhändler, Gastwirte und Cafetiers haben ihn auf ihrem Schild. Aber die wirklichen Kenntnisse und die Leseerfahrungen im breiten Publikum sind sehr bescheiden. Und da hab ich mir gesagt, ich schreibe eine Biographie, die eigentlich den tschechischen Lesern den Zugang zu Kafkas Werk erleichtern würde. Denn Kafka ist für die Tschechen ein sehr, sehr schwieriger Autor.

“http://www.radio.cz/de/rubrik/kultur/fuer-die-tschechen-ein-schwieriger-autor-josef-cermak-ueber-seine-neue-kafka-biographie-1

Text 9: die kleine Fabel

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« Ach », sagte die Maus, « die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, dass ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe. » – « Du musst nur die Laufrichtung ändern », sagte die Katze und fraß sie.